Es bringt die technische Basis R Nine T an die Optik der R80 G/S in der Paris-Dakar-Version von 1985.

BMW versucht seit der R Nine T, seinen Kunden das Thema Individualisierung ab Werk anzubieten.

Seitdem zeigt der Hersteller vermehrt Concept Bikes, die gemacht sind wie Custom-Bikes oder kooperiert mit Protagonisten der Szene wie etwa beim Ignite Straight Six Projekt, bei dem zwei Japaner aus der zwar 6-zylindrigen aber eher betulichen K 1600 GTL ziemlich ausgeflippte Kreationen auf die Räder stellten.

Das Concept Lac Rose von BMW selbst ist deutlich zurückhaltender, und kreuzt quasi die R Nine T Scrambler mit dem historischen Vorbild R 80 G/S in der Paris-Dakar-Version, die in den 80ern viermal die Motorradwertung der legendären Wüstenrallye gewann.

Die BMW Motorrad Concept Lac Rose soll "die typischen Merkmale der damaligen Siegermaschine auf Basis einer modernen, straßenorientierteren Version – bewusst ohne Anspruch auf herausragende Off-Road-Qualitäten" zeigen, so Edgar Heinrich, Leiter Design BMW Motorrad. "Das Bike ist im Kern ein cooler und entspannter Roadster, mit einigen typischen Off-Road-Features, die es erlauben, auch abseits der Straße zu fahrenVideo: Tesla Model S fährt autonom und einem Feldweg ins Ungewisse zu folgen", so Heinrich.

Das Windschild mit typischer Rallyeausstattung, die charakteristische Scheinwerfermaske mit hohem Kotflügel, ein großer Tank und eine kurze Rallye-Sitzbank sind die Reminiszenzen an das Vorbild. Sie sollen die charakteristische, hohe horizontale Linie der damaligen BMW G/S-Maschinen nachzeichnen. Höhere Federwege, Speichenräder mit Stollenreifen, der Farbton Signalrot über Alpinweiss und die Startnummer 101 sind ebenfalls als Erinnerung ans Original gedacht.
BMW Concept Lac RoseFoto: BMW
Geschichtsträchtige Startnummer: Mit der 101 gewnn Gaston Rahier 1985 die Rallye Paris dakar auf einer BMW R 80 G/S.

Der klassische Zweizylinder-Boxer-Motor mit Kardanantrieb ist obligatorisch. In der Lac Rose ist es die neueste Ausprägung. Sie leistet in der R Nine T Scrambler satte 110 PS und stemmt rund 120 Nm. Beim Concept Bike wird der rund 1.200 Kubik große Zweizylinder von einem Rohrrahmen in Kontrastfarben eingefasst, der ebenfalls dem Vorbild aus den 80ern nachempfunden ist – so wie die Steinschlagschutzgitter vor dem Scheinwerfer und dem Ölkühler sowie der Unterfahrschutz mit dem markantem Lochmuster. Passend zum Motorrad hat BMW auch Anzug und Helm gestaltet.

Mit der R80 G/S gewann BMW viermal die Rallye Paris Dakar. Als Gaston Rahier 1985 siegte, hatte er ein überaus erfolgreiches Motorrad, aber wirklich schön war es nicht. Von der entsprechenden Serienversion kann man das schon eher behaupten, obwohl die G/S mit ihrer Einarmschwinge zum Erscheinungszeitpunkt eher polarisierte und der große Tank der Paris-Dakar-Version nicht so recht zu der nach heutigen Maßstäben zierlichen MaschineVideo: UNIMOG als Fernreisemobil! passen wollte.

Aber die G/S überzeugte als erste mehrzylindrige Enduro beim Fahren – vor allem auf der Straße und war der Anfang einer unvergleichlichen Erfolgsgeschichte. Ihre Nachfolgemodelle führen Jahr für Jahr die Zulassungsstatistik hierzulande an. Rallye-Erfolge, Gebrauchstüchtigkeit, Bestseller – die R80 G/S ist legendär. Kein Wunder also, dass sie jetzt Vorbild für ein neues Custom Bike Concept der Marke wurde.

Lac Rose ist übrigens der französische Name des rosafarbenen Salzsees Retba, 35 km nordöstlich von Dakar und weniger als einen Kilometer von der Atlantikküste entfernt. Dort endete in den 80ern die Paris-Dakar auf einem Podium direkt am See.

Präsentiert hat BMW die neue Kreation auf Wheels & Waves Festival nahe Biarritz.

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