BMW R12 und R 12 nineT 2024

BMW R12 und R 12 nineT 2024

Dass sich die neue BMW R 12 nineT wie ihre direkte Vorgängerin R nineT als puristischer, kraftvoller Classic Roadster mit einer Fülle konzeptioneller Möglichkeiten für nahezu unbegrenztes Customizing und persönliche Individualisierung präsentiert, kommt nicht unerwartet.

 

Wenn man sich mit seiner eigenen Geschichte rühmen kann, dann sollte man sich auch rühmen - BMW macht es jedenfalls sehr geschickt, die Retro-Modelle ins rechte Licht zu rücken. Bereits vor 100 Jahren setzte das allererste BMW Motorrad, die R 32 auf einen Zweizylinder-Boxermotor, der schon bald mit seinem unverwechselbaren Design, der großen Antrittsstärke und der mächtigen Kraftentfaltung zum legendären Synonym für BMW Motorräder wurde. Mit ihrem nach wie vor luft-/ölgekühlten Boxer-Motor knüpft die neue R 12 nineT geschickt an diese große Tradition an und wenn man will, sind die 10 Jahre, die es die R nineT bereits gibt, auch schon ein beachtliches Jubiläum!

 

 

BMW R 12 nineT - neuer Name, altbekannter Motor

Die neue R 12 nineT wurde daher im Motoren-Bereich auch gar nicht großartig umgekrempelt, aus 1170 Kubik Hubraum schöpft der Zweizylinder-Boxer 109 PS bei 7000 Umdrehungen und 115 Newtonmeter Drehmoment bei 6500 Touren. Eine neue Airbox, die jetzt vollständig unter der Sitzbank integriert ist, hat offenbar keinen gröberen Einfluss auf Leistung und Drehmoment. Die neue Ziffer im Namen verweist wie bei der R 18 lediglich auf den Hubraum, der sich nicht verändert hat. Die Cruiser-Variante R 12 wird auch noch in Sachen Leistung und Drehmoment verändert, dazu aber mehr weiter unten im Text.

 

Was ist denn nun neu an der BMW R 12 nineT?

Eine gut erkennbare Neuheit an der R 12 nineT ist die Twin Pipe-Auspuffanlage mit zwei übereinander angeordneten Endschalldämpfern auf der linken Seite. Die wahre Sensation ist aber die komplette Neukonstruktion von Fahrwerk und Rahmen. Kernstück der neuen BMW R 12 Modelle ist der neue Gitterrohr-Brückenrahmen aus Stahl, der nun einteilig ausgeführt ist, während der Rahmen der bisherigen R nineT Baureihe aus einem vorderen und einem hinteren Hauptrahmen bestand. Entsprechend verzichtet der neue Rahmen auf eine bisher notwendige Verschraubung, was Gewicht einspart und für ein noch aufgeräumteres und damit klassischeres Erscheinungsbild der neuen R 12-Modelle sorgen soll. Wer nun befürchtet, dass darunter die Customizing-Optionen leiden könnten - der Heckrahmen ist nach wie vor mit dem Hauptrahmen verschraubt und ebenfalls aus Stahlrohr gefertigt. Die USD-Gabel der R 12 nineT ist voll verstellbar, das WAD-Federbein ist nun schräg angeordnet.

 

Farb-TFT-Display auf BMW R 12 und R 12 nineT als Sonderausstattung ab Werk

Die neue R 12 nineT ist serienmäßig mit zwei analogen Rundinstrumenten für Geschwindigkeit und Drehzahl sowie einem USB-C-Anschluss auf der linken und einer 12-V-Steckdose für das Bordnetz auf der rechten Fahrzeugseite ausgestattet. Dem Wunsch nach möglichst großen Freiheitsgraden beim Customizing tragen die Rundinstrumente wie bisher mit der Kommunikation über LIN-Bus sowie einer Trennung von Steuerungs- und Anzeigeeinheit Rechnung. Wer bei den Armaturen den Schritt in die Zukunft wagen will, kann statt der analogen Instrumente auf das angenehm minimalistische 3,5 Zoll Mikro-TFT-Display wechseln - gegen Aufpreis als Sonderausstattung ab Werk zu haben. In Sachen Elektronik ist die neue R 12 nineT überhaupt auf der Höhe der Zeit, mit den Fahrmodi Rain, Road und Dynamic, serienmäßiger DTC samt Motor-Schleppmoment-Regelung, Kurven-ABS und Keyless Ride fehlt es grundsätzlich an nichts. Gebremst wird im Übrigen per radial montierter 4-Kolben-Monoblock-Bremssättel.

 

Veränderte Ergonomie auf der neuen BMW R 12 nineT

Bei der neuen R 12 nineT bilden der Aluminiumtank mit gebürsteten und klar lackierten Seitenflächen, die Sitzbank und der Höcker eine ansteigende, dynamische Linie. Für eine verbesserte Ergonomie gegenüber der Vorgängerin soll der um 30 Millimeter kürzere und im hinteren Bereich zudem schmaler gestaltete Kraftstofftank sorgen. Der Fahrer rückt näher zum Lenker, profitiert von einem noch besseren Knieschluss und sitzt insgesamt vorderradorientierter auf der Maschine.

 

Die neue BMW R 12 - die nineT nun auch als Cruiser!

Auf die Unterschiede zwischen R 12 nineT und R 12 verweisen bereits die unterschiedlichen Slogans zu den beiden Modellen. The Spirit of nineT lautet das Motto der R 12 nineT ganz logisch, während für die R 12 The Spirit of Easy steht - die Einfachheit des Seins würde ich es ganz lapidar interpretieren. Denn die neue R 12 will sich eher auf den Spaß am Cruisen, am gemütlichen Dahingleiten konzentrieren, mit all den Annehmlichkeiten und Features, die man auf einem solchen Cruiser nun mal nicht missen möchte.

 

Betont lässige Sitzposition auf der neuen BMW R 12

Bei der neuen BMW R 12 betont der, den sogenannten Toaster-Tanks der BMW /5-Modelle der 1970er-Jahre nachempfundene Stahltank in klassischer Tropfenform die typische Formsprache eines Cruisers und bildet in Kombination mit dem serienmäßigen Solositz und der geschwungenen, tief platzierten Hinterradabdeckung eine abfallende Linie. Stimmig dazu fügen sich das große 19 Zoll-Vorder- und das kleine 16 Zoll-Hinterrad ein. Dem klassischen Cruiser-Design entspricht auch die betont lässige Sitzposition mit breitem Lenker und geringer Sitzhöhe - während man auf der R 12 nineT auf 795 Millimeter Höhe thront, sitzt man auf der R 12 auf richtig niedrigen 754 Millimeter Höhe.

 

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